Schulpartnerschaften unterstützen die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrern verschiedener Länder und tragen zum Kennenlernen und besseren Verstehen der einzelnen Kulturen sowie Denk- und Lebensweisen bei. Die aktive Beteiligung der Schüler liegt in der Planung, Durchführung und Bewertung der einzelnen Projekte.
Zu unseren Partnerschulen zählen das Oberhausener Elsa- Brändström- Gymnasium in Nordrhein- Westfalen, die Montessorischule in Lund/ Schweden, eine spanische Schule in Padron und eine afrikanische in Ukunda/ Kenia.
Die Schulpartnerschaft mit Ukunda begann im August 1994 mit der Urlaubsreise einer Lehrerin unserer Schule nach Mombasa. Auf Grund der dort herrschenden schlechten materiellen Lage wurde durch unsere Schule eine Hilfs- und Spendenaktion ins Leben gerufen. Mitte März 1995 wurden schließlich Schulmaterialien, Plüschtiere und Spielzeug nach Ukunda geschickt. Im April 1999 war es dem Direktor der afrikanischen Partnerschule Miliki Kassim Mbonde möglich geworden, für drei Wochen unser Gymnasium in Freital zu besuchen. Zu der Zeit erfolgte eine Spendenübergabe, die die Rekonstruktion des fehlenden Schuldaches in Ukunda ermöglichte.
Ein weiteres Projekt im Rahmen unserer Schulpartnerschaften stellen die "Very Important Partnerships" (V.I.P.) dar. Seit 1996 laufen die V.I.P. über das "Sokrates Programm" , bei dem die EU die Zusammenarbeit verschiedener europäischer Schulen finanziell unterstützt. Daraufhin gründeten einige Schüler unseres Gymnasiums die AG " Interkulturelles Lernen", die gegenseitige Schüler- und Lehrerbesuche ermöglichte. Erstmals besuchten zwei schwedische Lehrer unsere Schule im September 1997 und im Mai 1998 konnten schließlich auch sechs Schüler nach Freital kommen. Im Oktober desselben Jahres sind deutsche und schwedische Lehrer nach Padron gefahren und ein halbes Jahr später war es endlich gelungen, die Reise deutscher Schüler nach Lund zu ermöglichen.
Aber im Februar 2001 lief die finanzielle Förderung der EU leider aus. Doch Schüler und Lehrer der drei Schulen sind sich darüber einig, dass das Projekt V.I.P. weitergeführt werden sollte.Text: Claudia Schittelkopp & Marika Berthold
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